Weitere Bürgermeister

Die ÜPW Lautertal gratuliert!

Unser Lautertal in den besten Händen!

Der Gemeinderat hat seine Arbeitsfähigkeit hergestellt.


Am 7. Mai - in der ersten Gemeinderatssitzung - ist viel passiert: Die neuen Gemeinderatsmitglieder (GRM) wurden durch den ersten Bürgermeister (1. Bgm.) Karl Kolb vereidigt, die weiteren Bürgermeister (2. & 3. Bgm.) wurden aus der Mitte des Gemeinderates heraus gewählt. Zur Geschäftsordnung wurden wichtige Entscheidungen getroffen sowie die Ausschüsse benannt und Mitglieder in diese berufen. Damit ist das Gremium nach den Kommunalwahlen vom 8. März arbeitsfähig.


Wir gratulieren herzlich den beiden Stellvertretern des 1. Bgm. Karl Kolb:


2. Bgm. Markus Koch

und

3. Bgm. Martin Rebhan


Hier hat der Gemeinderat zwei herausragende Persönlichkeiten ausgewählt und damit wissen wir unsere Heimatgemeinde in den besten Händen. Beiden wünschen wir jederzeit viel Freude an den facettenreichen Aufgaben!

Es steht mit Absicht keine Gruppierungszugehörigkeit dabei, weil hier Persönlichkeiten Vertrauen ausgesprochen wurde und nicht Parteifarben.


Es gab für beide Positionen eine echte Wahl, das heißt, es standen jeweils zwei Persönlichkeiten zur Auswahl. Die Mehrheit im Gemeinderat hat entschieden und sich die Wahl nicht leicht gemacht. Keine der zur Wahl gestandenen Personen wäre eine schlechte Wahl gewesen, was beste Voraussetzungen für eine gute Entscheidung sind. Jedes Mitglied des Gemeinderates hat in geheimer Wahl für den eigenen Favorit gestimmt und war dabei nur dem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich. Fraktionszwang kennt der Gemeinderat nicht. 


Natürlich ist auch klar: Wenn sich zwei Personen auf eine Position bewerben, kann nur eine gewählt werden. Das liegt in der Natur der Sache. Und doch gelang es Monja Bühling beide Male gute Stimmergebnisse zu erzielen und auch das zeigt, dass sie viel Vertrauen genießt. Für ihre Bereitschaft zur Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe sagen wir gleichermaßen „Danke!“


Nun kann also die echte Gemeinderatsarbeit beginnen und die nächste Gemeinderatssitzung wartet schon im Juni.


Dem gesamten Gemeinderat wünscht die ÜPW Lautertal zu jederzeit einen regen Austausch von guten Argumenten und eine Atmosphäre, in der für unser Lautertal die besten Entscheidungen gefunden werden können.


Vielen Dank allen Akteuren für das außerordentliche Engagement!


Für die Überparteilichen

Björn Friedrich
Erster Vorsitzender

[veröffentlicht am 09.05.2026]

Danksagung an Hans Rauscher

Unserem Hans Rauscher, wiedergewähltes Gemeinderatsmitglied und in der letzten Wahlperiode 2020-2026 bis zum 30. April der 3. Bürgermeister der Gemeinde Lautertal, gebührt unser herzlicher Dank für sein außerordentliches Engagement für unsere schöne Heimatgemeinde.

Lieber Hans,
du hast hier ohne jeden Zweifel eine herausragende Leistung erbracht und sehr gute Arbeit fürs Lautertal geleistet.

Im Namen all unserer Mitglieder:
Wir als Verein schätzen uns äußerst glücklich, dass wir Dich haben und auf Deine gewissenhafte Art immer vertrauen durften!
Danke, für dein wertvolles Wirken! Wir sind sehr stolz auf dich!

Selbstlos, wie wir Dich kennen, war es für Dich auch in Ordnung, anstelle Deiner eigenen Kandidatur zur Wiederwahl als 2. oder 3. Bürgermeister andere Persönlichkeiten vorzuschlagen. So gehen die Vorschläge für den neuen 2. Bgm. Markus Koch und nunmehr 3. Bgm. Martin Rebhan (bis 30.04. der 2. Bgm.) auf Dich zurück. Selbstverständlich gibst Du dabei nicht nur deren Namen in die Entscheidungsrunde, sondern hälst auch jeweils eine Laudatio auf die beiden Gemeinderäte (siehe unten). Damit hast Du einmal mehr bewiesen, dass Dir das Wohl der Gemeinde stets wichtiger ist, als selbst auf einen "Posten" zu hoffen.

Hier wurde also nichts über Dich hinweg auf den Weg gebracht, sondern mit Deinem Wissen und Wollen, auch wenn wir alle wissen, wie gerne und vertrauensvoll Du als weiterer Bürgermeister gearbeitet hast. Auch dafür: Besten Dank, lieber Hans!

Für den Verein

Björn Friedrich & Thorsten Witter
1. & 2. Vorsitzende

[veröffentlicht am 09.05.2026 durch BF]

Laudatio auf Markus Koch

von Hans Rauscher (07.05.2026)

Mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen unserer Gemeinde halte ich es für sinnvoll, auch jüngere Mitglieder stärker in verantwortungsvolle Positionen einzubinden.

Deshalb schlage ich Markus Koch für das Amt des 2. Bürgermeisters vor.

Markus Koch hat sich in den vergangenen Jahren durch hohes Engagement, verlässliche Mitarbeit und konstruktive Beiträge im Gemeinderat ausgezeichnet.

Ich bin überzeugt, dass Markus Koch mit einer frischen Perspektive, hoher Motivation und fachlicher Kompetenz eine wertvolle Ergänzung im Bürgermeisteramt darstellen wird.

Ich bitte daher um eure Zustimmung und ihn zum 2. Bürgermeister der Gemeinde Lautertal zu wählen.

Vielen Dank!

Laudatio auf Martin Rebhan

von Hans Rauscher (07.05.2026)

Für das Amt des 3. Bürgermesiters schlage ich Martin Rebhan vor.

Er bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Gemeindepolitik mit ein.

Martin Rebhan war 8 Jahre lang 3. Bürgermeister und seit 2017 steht er in der Verantwortung als 2. Bürgermeister, wobei er in der Übergangszeit* von Selbastian Straubel zu Karl Kolb die Amtsgeschäfte der Gemeinde geführt hat.

Von daher bitte ich euch ihn zum 3. Bürgermeister zu wählen. Es gibt keinen erfahreneren.

Vielen Dank!

* Anmerkung:
Der ehemalige erste Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) wurde seinerzeit während der laufenden Wahlperiode 2014-2020 zum Landrat gewählt, da dieses Amt außerperiodisch frei wurde. Dadurch wurden Neuwahlen ausgelöst, die 1. Bgm. Karl Kolb gewann. Bis dahin mussten die Aufgaben der Gemeinde Lautertal arbeits- & zeitintensiv durch den 2. Bgm. Martin Rebhan übernommen werden.

Keine Stellvertretung durch die CSU?

Lautertal hat am 8. März mit 41 % der Stimmen der ÜPW sieben Sitze im Gemeinderat ermöglicht. Damit ist diese als Fraktion die stimmenstärkste. Die CSU mit ca. 29 % erhielt fünf Sitze. Ergo: Zweitstärkste. Alle weiteren Gruppierungen erhielten mit gering voneinander abweichenden prozentualen Stimmanteilen jeweils 1 Sitz, die SPD ganz knapp einen 2 Sitz nicht. 


Der 1. Bgm. wurde in separater Wahl gewählt (Bürgermeisterwahl), dessen Wahlergebnis hat folglich auch nichts mit dem Ergebnis der Gemeinderatswahl zu tun.


Einmal davon abgesehen, dass es keinen Fraktionszwang gibt und grundsätzlich jede/r abstimmt, wie sie oder er mag, dennoch das Gedankenspiel:


Bei 17 Stimmen insgesamt im Gemeinderat (16 Gemeinderatsmitglieder [GRM] + 1. Bgm.) reichen also 7 Überparteiliche, wenn man so will mit 1. Bgm. auch 8 Stimmen, für die Mehrheit nicht aus. Es braucht also weitere GRM anderer Gruppierungen. 


Deshalb hat die ÜPW-Fraktion im Gemeinderat frühzeitig signalisiert, dass Markus Koch gerne 2. Bgm. werden möchte und dafür gute Argumente kund getan (siehe auch Laudatio von GRM Hans Rauscher oben). Das hat offensichtlich überzeugt und ihm mit 12 Stimmen die klare Mehrheit eingebracht. 


Da es genau 5 Stimmen in diesem Wahlgang für Monja Bühling gab und die CSU 5 Stimmen zu vergeben hat, könnte man annehmen, die CSU hat also geschlossen für sie gestimmt, folglich damit geschlossen gegen Markus Koch votiert. Wenn das so wäre, stünde die Gegenfrage, ob damit der Ausgang der Gemeidneratswahl („Wählerwille“) richtig widergespiegelt ist, genauso im Raum. 


Da die CSU auch den Wählerwillen infrage stellt, darf sie sich hier auch gegengefragt fühlen. 


Man kann das nicht wissen, da in geheimer Wahl abgestimmt wurde. 


Es wäre an der CSU gewesen, für ihre Kandidatin überzeugende Argumente vorzubringen und so eine Mehrheit zu erarbeiten, wenn sie es nicht völlig offen lassen wollte, wer für ihre Kandidatin abstimmen würde. Auf eine Laudatio wurde auf sie aus den eigenen Reihen verzichtet. Der Vorschlag durch GRM und ihren Fraktionskollegen Martin Flohrschütz beschränkte sich im Wesentlichen auf die Nennung ihres Namens, ihres Geschlechts und dass Sie eine andere (Partei-)Farbe beisteuern würde. Ob das ausreichende Wahlmotive sind, war nun jedem stimmberechtigten Mitglied des Gemeinderates eigenständig zu entscheiden überlassen.

Zu einer Mehrheit hat es aber auch bei der 3.Bgm.-Wahl nicht gereicht. Das tut mir ehrlich für Monja Bühling leid, denn sie wäre auch eine gute Stellvertreterin gewesen.
Ganz unabhängig davon, welcher Fraktion sie angehört.

Meine persönliche Meinung und kritische Anmerkung:
Dass Monja Bühling eine Frau ist, steht für sich genommen als schwaches Argument und tut ihr auch unrecht, sie nur auf ihr Geschlecht zu reduzieren. Andersrum: Sie nur deshalb zu wählen oder aber nur, weil sie von der CSU ("Farbe") ist, sind keine schlagenden Wahlmotive.

Wie ich finde, ist eine Quote oder lediglich die Betonung des weiblichen Geschlechts ein Bärendienst für den Feminismus und etwas, was keine Frau nötig haben sollte.

Ich persönlich halte außerdem vom Proporz-Gedanken (= Gruppierung X muss Position A oder B bekommen, weil sie so und so viele Prozent hat) gar nichts bei dieser Wahl. Ich bin fest davon überzeugt, dass Kommunalwahlen und auch die Wahl der weiteren Bürgermeister Persönlichkeitswahlen sind.


Als die ÜPW 41 % bei der Gemeinderatswahl erhielt, wurden meines Erachtens nach nicht die Gruppierung als solches gewählt, sondern deren tolle Kandidatinnen und Kandidaten als Personen und Charaktäre, für ihre individuelle Ausstrahlung, den Bekanntheitsgrad, als Anerkenntnis der Wähler:innen der Hingabe für das Wohl der Gemeinde und mit Vertrauen auf den guten Einsatz im Gemeinderat fürs Lautertal. Das darf den Wähler:innen zugetraut werden, dass sie die Bewerberinnen & Bewerber ihres Vertrauens ausgesucht haben und nicht einfach nach Parteizugehörigkeit gegangen sind.

Ob die Wähler:innen bei der Gemeinderatswahl wollten, dass aufgrund der ca. 29 % für die CSU diese 2. und/oder 3. Bgm. stellen, das finde ich schwierig mit Gewissheit zu behaupten, so wie natürlich auch nicht klar ist, ob die ÜPW mit 41 % der Stimmen eine Mehrheit für ihren Kandidaten erreichen würde.

Und doch freut es mich für Martin Rebhan ungemein, denn er hat bisher schon einen tollen Job gemacht und konnte wohl auch deshalb für seine Wahl gut werben. Unabhängig davon: Bei 10 Stimmen, die er erhalten hat, ist er klar und legitim gewählt.

Das alles ist aber doch sehr theoretisch und kaum eine gute Argumentation für oder gegen eine Wahl von X oder Y.

Aus meiner Sicht muss jemand, die oder der die Stellvertretung übernehmen will, als Persönlichkeit geeignet sein, das Vertrauen aller genießen, mit dem 1. Bgm. und dem Gemeindepersonal gut zusammenarbeiten können, kompetent und aktiv sein, Lust auf die facettenreichen Aufgaben haben und auch insbesondere Zeit dafür aufbringen können.

Nochmal: Auf kommunaler Ebene sollten Parteifarben einfach keine Rolle spielen. Für mich stellt sich die Frage ÜPW oder CSU oder XYZ nicht. Für mich muss die jeweils überzeugendste Persönlichkeit in diese Positionen. Und ich finde, das hat der Gemeinderat geschafft.

Diese Gedanken von mir sollen keinesfalls bevormunden, sondern zum Nachdenken anregen. Unterschiedliche Meinungen können koexistieren und deshalb kann freilich jede/r es gut oder schlecht oder irgendwas dazwischen finden, dass sich für die Persönlichkeit Monja Bühling oder die Partei CSU keine Mehrheit als 2. oder 3. Bürgermeisterin gefunden hat.

Vielen Dank!

gez.
Björn Friedrich 
am 09.05.2026



Ausgabe des Coburger Tageblatts vom Samstag, 09.05.2026, Seite 8